Finkenzucht Teil 2

Die verschiedenen Arten benötigen aufgrund ihrer Körpergröße und ihrer Lebensweise natürlich unterschiedliche Behausungen. Große Gimpel, die Kreuzschnabelarten und die meisten Karmingimpelarten werden am besten in Volieren untergebracht.

Zeisige und Girlitze sind oft in größeren Käfigen besser untergebracht als in Volieren, das hängt stark von der Art ab. Hierzu gibt es auch Richtlinien, die eingehalten werden sollen (Stichwort "Mindestanforderungen"), auf beides möchte ich aber nicht vertiefend eingehen.

Ob Käfig oder Voliere, die Ausstattung ist ausschlaggebend, ob sich ein Vogel wohl fühlt oder nicht. Dazu tragen Kiefern- oder Fichtenzweige bei, die als Sichtschutz genutzt werden. Besonders der Neststandort sollte mit beblätterten Zweigen bzw. frischen Nadelholzzweigen getarnt werden.

 

So vielschichtig die Artenzahl ist, so unterschiedlich ist auch deren Ernährung. Seit Jahren gibt es Spezialfirmen, die für fast jede Art - oder zumindest für Artengruppen - ein spezielles Futter anbieten. Und diese Mischungen sind teilweise so gut und reichhaltig, dass es fast keinen Sinn mehr macht, aus den diversen Einzelsaaten eine eigene Mischung zu machen.

 

Aber auch wenn man seine eigene Mischung verfüttert, sollte man auf die Jahreperiodik der Vögel Rücksicht nehmen. Zur Brutzeit benötigt jede Art andere Stoffe als während der Ruhephase im Winter.